Autocross Staatsmeister 2018

Auf Rundkursen mit losem Untergrund, meist Schotter und Erde wird die Österreichische Autocross Staatsmeisterschaft bestritten. Eine der dort gefahrenen Klassen umfasst Buggies mit Hubraum von 1600 bis 4000 ccm. Und hier startet seit 2007 Franz Kehrer mit einem nicht alltäglichen Fahrzeug.

Das Team um Cheftechniker Leo Plakolm hatte damals einen gebrauchten Rotax 1503 SCIC Motor erstanden, weil er so kompakt war. Da nun noch die Kraftübertragungseinheit fehlte, wurde kurzerhand ein Ski-Doo geschlachtet und der Variator mit dem Motor in ein Buggy-Fahrgestell verpflanzt. Weil der Motor zwar nur 1500 ccm, jedoch Aufladung hatte, musste man in der großen Klasse gegen Porsche- und Lancia- Fahrzeuge mit vier Litern Hubraum antreten. Der Spott der Mitbewerber war anfangs groß, Gummiringerl-Buggy war der Spitzname, wegen des Antriebsriemens.

Nach einigen Lehrjahren und mit technischer Unterstützung von Rotax waren die Spötter verstummt. 2013 und 2014 errang Kehrer den Staatsmeistertitel. Das einzigartige Antriebskonzept hatte zwar beim Start gewisse Nachteile bezüglich des Einkuppelverhaltens, einmal in Fahrt waren die Vorteile wegen des stufenlos regelnden Getriebes aber überwiegend. Daraufhin hatte die Konkurrenz aber aufgerüstet.  

Dieses Jahr gelang dem Team wieder der Anschluss an die Spitze. Nach sechs harten Rennen stand Kehrer als Staatsmeister einmal mehr ganz oben. Dies gelang durch die Modifikationen am Getriebe und vor allem am Variator, der nun vom Can-Am Maverick stammt und noch in der Riemenkühlung modifiziert ist.

Wir gratulieren dem Team, das ganz im Rotax-Geist mit Hartnäckigkeit und außergewöhnlichen, innovativen Lösungen zum Erfolg gekommen ist.

 

Foto: Werner Gattermayer

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