1920

MOBILISIERUNG HEISST
MOTORISIERUNG

Motorbetriebene Fahrräder, Roller und Kleinkrafträder liegen im Trend

MOTORISIERUNG

Zur Jahrhundertwende verdrängt das Fahrrad die Pferdekutsche und läutet für ganze Bevölkerungsschichten einen Paradigmenwechsel ein. Persönliche Mobilität ist fortan ein Thema für Mann und Frau. Die Zweirad-Branche wird technisch verfeinert, die Rotax-Nabe führt zu einem zuverlässigen, aber auch komfortablen Fahrradvergnügen. Nur in die Pedale muss man noch selbst treten. Da kommt die Entwicklung der Kraftfahrzeug-Branche gelegen – in den USA längst populär, sind es in Deutschland vor allem die motorisierten Zweiräder, die einen florierenden Markt für Fichtel & Sachs und andere Hersteller bedeuten.

Das größte Wachstumspotential sah man vor allem in den Kleinkrafträdern. 1932 waren fast die Hälfte der 800.000 Motorräder Kleinkrafträder mit einem geringen Hubraum von 200 bis 250 ccm. Rechtlich und finanziell war dieser Anteil logisch: Kleinkrafträder waren von der KFZ-Steuer befreit und konnten bis in die späten 1930er Jahre ohne Führerschein gefahren werden. Einer weiten Verbreitung der motorisierten Zweiräder stand also nichts im Wege.

MOTORRAD & AUTO TROTZEN DER KRISE

Auch die wirtschaftliche Krise in den 1920er Jahren kann der Nachfrage und Entwicklungswelle im Automobil- und Motorradsektor keinen Abbruch tun. Besonders das Motorrad wird als Statussymbol gehandhabt. Die eigene „Maschin“ stellt auch im Folgejahrzehnt ein Sehnsuchtsideal dar. Der Ausbau der Infrastruktur begünstigt diese Nachfrage nicht nur, sondern schafft auch eine Vielzahl dringend benötigter Arbeitsplätze, wie etwa beim Bau der Großglocknerhochalpenstraße.

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